Hautnah
Young Mission

Selfie mit Jesus

Reportage vom 11. Young Mission Weekend

von
Joel Hunold

Wer ist Jesus für dich?

Am Anfang sieht das Puzzle noch ziemlich unfertig aus. Lediglich drei große, blaue Puzzleteile hängen dort. Auf ihnen stehen die Worte Kraft, Ruhe und Weg. Antworten auf die Frage: “Wer ist Jesus für dich?” Dazwischen ist viel Platz. Leere Teile auf dem Tisch daneben warten darauf, beschrieben zu werden. Die Frage nach Jesus Christus steht im Mittelpunkt des 11. YOUNG MISSION Weekend in Hardehausen mit über 340 jungen Teilnehmenden. Während des Wochenendes kommen noch einige Antworten auf die Frage nach Jesus hinzu. Typisch für die YOUNG MISSION Bewegung nicht in Form theologischer Diskussionen, sondern mit einer Mischung aus Begegnungen, Freude und Spiritualität.

 

Gleich zu Beginn stellt Diözesanjugendpfarrer Stephan Schröder klar: “Glauben und Leben gehören zusammen. Auch als Sohn Gottes war Jesus ein normaler Menschen und hat mit seinen Jüngern gefeiert, aber eben auch gebetet”. Dementsprechend ist die Stimmung von Anfang an ausgelassen und fröhlich. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen sonnen sich auf dem Rasen vor dem Jugendhaus, spielen Frisbee, nippen an ihren Fruchtcocktails und machen Selfies mit Jesus.

Die Ikone, die draußen aufgestellt wurde, ist ein beliebter Anlaufpunkt. Wann bekommt man schonmal die Chance auf ein Selfie mit so einem VIP wie Jesus? Später erzählt Stephan Schröder, Jesus Augen seien hier so gemalt worden, dass sie den Betrachter aus allen Blickwinkeln anschauen. “Man kann sich diesem Blick doch gar nicht entziehen”.

“Man kann sich diesem Blick doch gar nicht entziehen.”

Diözesanjugendpfarrer Stephan Schröder

Das nächste Highlight des Wochenendes ist ein großer Kreis aus hunderten Tänzerinnen und Tänzern. Inspiriert ist der Tanz vom Weltjugendtag in Polen. In vielen anderen Ländern der Welt ist es üblich, dem Glauben auch durch Tanz Ausdruck zu verleihen. “Das gemeinsame Tanzen war wirklich super”, erzählt Maria (17) aus Dortmund mit spürbarer Freunde und Begeisterung. “Ich war 2016 in Krakau beim Weltjugendtag und da haben wir das ja auch immer getanzt”.

Nach dem bewegungsreichen Start und dem gemeinsamen Abendessen beginnt die Vigilfeier. Die Kirche im Jugendhaus ist voll besetzt. Damit alle einen Platz finden, werden weitere Bänke hereingetragen. Entsprechend stimmungsvoll ist die Atmosphäre, als die Band die ersten Worship-Lieder anstimmt. “Die Vigilfeier war am schönsten und sehr bewegend”, erzählt Jennifer (14) aus Steinheim später. Zuhause könne sie so etwas fast nie spüren, doch hier sei eine ganz andere Stimmung.

Zu dieser Stimmung tragen auch Michael, seines Zeichens ehrenamtlicher Pastor in einer Freikirche, und Benediktinerbruder Vincent bei. Die beiden erzählen, im Lichte hunderter Kerzen, von ihrer Beziehung und ihren Wegen zu Jesus und Gott. Die Botschaft der beiden Glaubenszeugen lautet: Jesus kann man überall begegnen. Besonders in der Begegnung mit anderen Menschen. Oder in der Stille.

Dem schließt sich auch Jennifer an: ” In den Minuten der Stille während der Vigilfeier habe ich mich wirklich mit Gott verbunden gefühlt”. Auch nach der Feier bleiben noch viele Teilnehmer sitzen, lauschen der Musik und probieren der Frage nachzugehen, wer Jesus denn nun genau ist.

Zuhören

Jesus, der Heiland

Nicht ganz so still, aber ebenso stimmungsvoll, ist es bei der derweil startenden Party im Kornhaus. Bis in die frühen Morgenstuden tanzen die begeisterten Jugendlichen zu den dröhenden Bässen des DJs, schließen neue Freundschaften und singen gemeinsam bei Gitarrenmusik am Lagerfeuer.

Entsprechend müde wirken die meisten am Sonntagmorgen. Doch spätestens, als sie gemeinsam zur inoffiziellen Young Mission Hymne  “I will follow” tanzen, sind die Lebensgeister geweckt.

Wenig später hängt die volle Kirche an den Lippen von Lukas Hellekes aus Hövelhof. Der junge Vikar bringt es auf den Punkt: “Entweder ist Jesus der Heiland. Oder der größte Wahnsinnige, den die Welt je gesehen hat. Die Entscheidung, was davon ihr glaubt, nimmt euch niemand ab”. Um die Entscheidung zu fällen, müsse man sich Zeit nehmen und Jesus kennen lernen. Davon ist auch Stephan Schröder in der Eucharistiefeier überzeugt. Er ruft zum Abschluss den Jugendlichen zu: “Ich wünsche euch, dass ihr immer mehr erkennt, was Jesus von euch will. Dass er euer Leben verändert. Und ich möchte euch das Glück mitgeben, Jesus Christus im Leben zu haben”

“Entweder ist Jesus der Heiland. Oder der größte Wahnsinnige, den die Welt je gesehen hat.”

Lukas Helleks, Vikar im Pastoralverbund Delbrück

 

Eine spezielle Erfahrung an diesem Wochenende hat unter anderem Kirsten (15) aus Willebadessen gemacht. Da so viele Leute zum Young Mission Weekend gekommen sind, haben sie und ihre Gruppe in einem der Seminarräume auf Luftmatratzen geschlafen. “Die Nacht war nicht schön. Es war eng und ziemlich unbequem. Aber der Rest war unglaublich toll. Ich möchte trotzdem wiederkommen”. Auch Niklas (15) lässt sich davon nicht entmutigen und zieht ein positives Fazit: “Ich bin von Zuhause nicht gläubig erzogen worden. Aber es war wirklich interessant und spannend.” Laura (15) aus Steinheim ergänzt, dass es gut war, in den gemeinsamen Gesprächen andere Meinungen zu hören: “Hier kann man mit den Anderen über den eigenen Glauben und Jesus sprechen. Mit meinen Freunden kann ich das nicht”. Auch Lucas (18) aus Meschede ist begeistert. “Das war mein fünftes Young Mission Weekend und es hat sich wieder total gelohnt.”

 

“Hier kann man mit den Anderen über den eigenen Glauben und Jesus sprechen. Mit meinen Freunden kann ich das nicht.”  Laura aus Steinheim

Das blaue Puzzle, welches am Anfang noch leer war, hat zum Ende hin Gestalt angenommen. Viele Antworten sind hinzugekommen. Begriffe wie Wahrheit, Heiland, Gemeinschaft, Friede oder Bester Freund. Ein paar weiße Flecken sind geblieben. “Es gibt kein vollständiges Bild von Jesus”, erklärt Maren Gödde vom Leitungsteam nach der Eucharistiefeier. “Doch ich lade euch herzlich ein, euer eigenes Bild von Jesus zu vervollständigen”.

 

 

“Es gibt kein vollständiges Bild von Jesus. Doch ich lade euch herzlich ein, euer eigenes Bild von Jesus zu vervollständigen”. Maren Gödde, YOUNG MISSION-Team

Apropos Bild von Jesus: Als Erinnerung an das Wochenende bekommen zum Abschied alle eine Postkarte mit auf den Heimweg, die auf vielfältige Weise etwas ganz Besonderes ist. Vordergründig zeigt sie jene Ikone von Jesus Christus, die auch in der Kirche im Jugendhaus Hardehausen hängt. Es ist die Ikone, mit der viele während des Wochenendes ein Selfie gemacht haben. Wenn man genauer hinschaut, besteht die Ikone jedoch aus Bildern aller Teilnehmer, die die beim 11. YOUNG MISSION Weekend mit dabei waren. Es zeigt jede und jeden Einzelnen in der großen Gemeinschaft. Und gleichzeitig als Teil von Jesus selbst.

 

Das nächste YOUNG-MISSION-Weekend findet am 07. und 08. Juli 2018 im Jugendhaus Hardehausen statt.
Die Anmeldung startet in Kürze. Unter dem Motto #powerbank und wird sich alles um den Heiligen Geist drehen.

Die Fotos vom Wochenende haben wir für Euch in einer Webgalerie auf YOUPAX, dem jungen Glaubensportal des Erzbistums gesammelt.

Young Mission
Jugendhaus Hardehausen
Erzbistum Paderborn

YOUNG MISSION – eine Initiative junger Christen –
wird organisiert und betreut von Diözesanjugenpfarrer Stephan Schröder und Team
im Jugendhaus Hardehausen, der Jugendbildungs- und Begegnungstätte des Erzbistums Paderborn
Abt-Overgaer-Straße 1 | 34414 Warburg | info@go-hdh.de | www.go-hdh.de

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