Hautnah
Young Mission

5. YOUNG MISSION mitgetickert

Die Reportage vom 5. Weekend

von  Tobias Schulte

Eine Ticker-Reportage

Samstag, 24.10.

+++ 14 Uhr: Absprache der Teamer +++

Diözesanjugendpfarrer Stephan Schröder betritt gut gelaunt den Saal „Rom” und staunt. „So viele Teamer hatten wir bei YOUNG MISSION noch nie“, freut sich der Diözesanjugendpfarrer. 40 Jugendliche und junge Erwachsene haben sich in dem Besprechungssaal im Jugendhaus Hardehausen zusammengefunden. Sie engagieren sich beim fünften YOUNG MISSION-Weekend. Die Organisatoren Benedikt Hebbecker (Welcome), Theresa Bartz (Band), Maren Gödde (Katechese und Animation) und Dirk Lankowski (Medien) präsentieren den Stand der Vorbereitungen. Bestens eingestimmt üben die Teamer ihre Choreographie zum Flashmob ein. Die Teilnehmer von YOUNG MISSION können kommen.

„Ich bin alleine zu YOUNG MISSION gekommen. Da fand ich es super, dass immer jemand auf mich zugeangen ist. Ich fühle mich hier wirklich willkommen.“

+++ 15.45 Uhr: Welcome +++

Im Foyer des Haupthauses tanzen und klatschen die Teamer zur Musik. Sabrina Schulte öffnet die große Holztür und betritt die Eingangshalle. Als eine der ersten Teilnehmerinnen wird die 16-Jährige aus Delbrück vom Welcome-Team begrüßt. „Ich bin alleine zu YOUNG MISSION gekommen. Da fand ich es super, dass immer jemand auf mich zugegangen ist. Ich fühle mich hier wirklich willkommen“, sagt Sabrina strahlend.

„Was gibt dir Kraft?“ – mit dem Thema des Wochenendes beschäftigt sich Sabrina nach dem Check-in. Herz, Anker oder Kreuz – auf diese Symbole kann jeder aufschreiben, was ihm persönlich Kraft gibt. Sabrina hat „Freunde“ aufgeschrieben. „Denn meine Freunde sind in jeder Lage für mich da“, begründet die 16-Jährige. Sie nimmt das Herz und hängt es an die aufgestellte Wand, auf der eine Welle schwappt.

+++ 16.30 Uhr: Vortrinken +++

„Mango-Himbeere oder Orange-Blue-Curacao?“ fragt Wiebke Retzmann. Sie mixt gemeinsam mit Marc Henke die Cocktails in der Eingangshalle. „Ich nehme Mango-Himbeere“, antwortet der 14-jährige Marco Jaschke. Er schnappt sich seinen Cocktail und lehnt sich in einem der Liegestühle zurück: Vortrinken für den weiteren Abend, wenn auch alkoholfrei. So wie Marco füllen immer mehr Jugendliche die Eingangshalle. Die angeregten Gespräche übertönen die Musik.

Stephan Schröder hielt die Katechese

Warten auf die Vigil

+++ 17.30 Uhr: Flashmob +++

Die Musik wird lauter, die Gespräche klingen abrupt ab. Das Lied „I Will Follow” startet. Alle Teamer wissen Bescheid, springen auf und fangen an, die einstudierten Schritte zu tanzen. Einige Teilnehmer schließen sich dem Flashmob an, andere bleiben sitzen. Das kann Marius Beule nicht auf sich sitzen lassen. Der Teamer aus Unna greift sich das Mikrofon, erklärt die Tanzschritte und animiert alle zum Mitmachen. Friederike Gerlach tanzt lachend mit. Der Flashmob ist für die 22-jährige Teamerin „eine peppige Art, Gott zu loben. Durch den Tanz wird die moderne Gemeinschaft von YOUNG MISSION bestens ausgedrückt“, sagt die Soesterin freudig.

+++ 18 Uhr: Begrüßung +++

Stephan Schröder unterbricht den Tanz und Gesang im Foyer. Er begrüßt die 140 Teilnehmer und Teamer in der Eingangshalle offiziell zum YOUNG MISSION-Weekend. „Unsere Gemeinschaft ist Beweis für den lebendigen Glauben an Gott. In der Vigil, der Party und der Messe die wir feiern, soll euch der Glaube an Gott anstecken. Denn seine Kraft kann Berge versetzen“, so lädt Stepahn Schröder die Jugendlichen in die Kirche ein.

+++ 18.45 Uhr: Warten auf die Vigil +++

Der Schein von vielen kleinen Kerzen rund um den Altar erleuchtet die dunkle Kirche. Begleitet von den freudig-modernen Liedern der 15 Musiker warten die Teilnehmer gespannt auf die Vigil. Pater Sylvanus Kessy aus Tansania, Botschafter der missio-Jugendaktion, nutzt den Besuch in Hardehausen, um seine persönliche Botschaft an die Jugendlichen zu richten. „Die Jugend ist die bedeutendste Zeit im Leben. Nutzt diese Zeit, um euch eine Grundlage aufzubauen. Und das geht nur durch den Glauben an Gott“, fordert der afrikanische Pater, der in seiner Heimat auch mit Jugendlichen arbeitet.

Jesus ist also wie ein Erst-Helfer, der die Not wahrnimmt, der sie berührt und wieder zum Leben ermutigt.

+++ 19 Uhr: Vigil und Glaubenszeugnisse +++

Die Vigil beginnt. Sabrina Schulte trägt die YOUNG MISSION-Kerze in die Kirche. Von der ein Meter hohen Kerze wird das Licht weiter in die Reihen verteilt. Jacob Heemann und Lukas Hellekes legen ihr Glaubenszeugnis ab. Von den Moderatoren Maren Gödde und Marc Henke werden die beiden beispielsweise gefragt, was ihnen Kraft gibt. Dem 16-jährigen Schüler Jacob fällt da spontan eine Pilgerreise nach Lourdes in den Herbstferien ein. „Dort konnte ich meinen Glauben leben. Unter den Jugendlichen war das Thema Religion ganz normal, das hat mich beeindruckt“, erzählt Jacob Heemann fasziniert. Für den Priesteramtskandidaten Lukas Hellekes ist es stärkend, „mit guten Freunden sich über die wichtigen Dinge im Leben zu unterhalten.“ Mit seiner Berufungsgeschichte hat er die Jugendlichen dazu eingeladen, Gott ein „freies Ja“ zu geben. „Wenn ihr Christus ernsthaft in euer Leben einladet, dann schlägt er das nicht aus“, ermutigt der 26-Jährige.

+++ 20.40 Uhr: Anbetung und Party +++

„Licht aus, Spot an“ heißt es nach dem Glaubenszeugnis. Doch kein Schauspieler oder Sänger steht im Rampenlicht, sondern Gott in der Eucharistie. Stille Anbetung. Die Jugendlichen tragen ihre Sorgen und Bitten vor Jesus. Mit einem gemeinsam „Vater Unser“ beginnt die Nachtwache. Emotional aufgeladen verlassen die Jugendlichen nach und nach die Kirche, um zur Party in der Scheune zu gehen. Denn gemeinsames Feiern gehört zu YOUNG MISSION genauso wie das Gebet.

+++ 24 Uhr: Sakramentaler Segen +++

Jacob Heemann tanzt ausgelassen in der Scheune. Er guckt auf die Uhr. Es ist kurz vor Mitternacht. Er verlässt die Party, um zurück in die Kirche zu gehen. Der 16-Jährige will sich in der Anbetung bewusst etwas Ruhe gönnen und den sakramentalen Segen empfangen. „Jesus ist immer für uns da. Deshalb sollten wir ihm zeigen, dass wir auch für ihn da sind“, begründet Jacob. Er kniet sich in der Kirche vor dem Allerheiligsten nieder. Stephan Schröder segnet die Jugendlichen mit dem Allerheiligsten. „Es war erst nicht so einfach, still zu werden. Doch durch den sakramentalen Segen habe ich Kraft getankt und konnte danach weiter feiern.“

Zuhören

+++ 11.30: Heilige Messe +++

Die „Eucharistie, das stärkste Zeichen Gottes“, wie es Stephan Schröder genannt hat, konnten die Jugendlichen dann in der Messe empfangen. Nach den freudigen und stärkenden Erfahrungen des YOUNG MISSION-Weekends, wurde bereits der nächste Treffen am 13. und 14. Februar angekündigt. „Kennst du das Kribbeln im Bauch?“ – unter diesem Motto laden die Jugendlichen aus Delbrück zum nächsten YOUNG MISSION-Weekend in ihrer Heimatstadt ein.

+++ 14 Uhr: Goodbye +++

Genauso herzlich der Empfang war, so ist auch der Abschied bei YOUNG MISSION. Jeder der abreist, wird persönlich vom Welcome-Team verabschiedet. Mit auf dem Heimweg darf die Einladung zum nächsten Treffen nicht fehlen. Die Mühen rund um das fünfte YOUNG MISSION-Weekend haben sich für Mitarbeiter Benedikt Hebbecker auf jeden Fall gelohnt: „Es erfüllt mich, wenn ich den Teamern und Teilnehmern ansehe, dass sie sich über das Wochenende freuen. Denn Kirche ist etwas, das Freude bereitet.“

Die Fotos vom Wochenende haben wir für Euch in einer Webgalerie auf dem Jugendportal des Erzbistums gesammelt.

YOUNG MISSION – eine Initiative junger Christen –
wird organisiert und betreut von Diözesanjugenpfarrer Stephan Schröder und Team
im Jugendhaus Hardehausen, der Jugendbildungs- und Begegnungstätte des Erzbistums Paderborn
Abt-Overgaer-Straße 1 | 34414 Warburg | info@go-hdh.de | www.go-hdh.de